Käseblatt einer Siebzehnjährigen. Über Schwachsinn schreiben, damit du es nicht tun musst.
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Spaß beim Kieferorthopäden

Ich weiß nicht, wie es immer dazu kommt, dass die meisten meiner Lebtage einen unerfreulichen Werdegang haben, aber sie tun es. Es ist nicht so, dass ich das nicht zu schätzen weiß. Aber wenigsten heute hätte man mir alten Frau, so zähle ich doch schon siebzehn gebrechliche Lebensjahre, meine Ruhe gönnen kann. Oder zumindest mehr Ruhe, als sowieso schon.

Als ehemaliger Zahnspangenträgerin habe ich das große Glück hin und wieder weiterhin beim Zahnklempner anzutanzen, der dann nachsieht, ob noch alles fest sitzt, die Rohre frei sind und ob es ernstzunehmende Kalkablagerungen gib. Oder verwechsel ich da was? Sicherlich nicht, denn zumindest auf Kalk hatte man mich ja angesprochen. Falls einer fragt; nein, es war nichts vorzufinden gewesen. Aber wie denn auch, begehrten Gegenstand und Hauptaugenmerk der Frage hatte ich ja Zuhause liegen lassen.

Doch nun lasst mich euch die Geschichte von Ungesalzen im Happy-Mega-Super-Duper-Land erzählen. Eine epische Aufzählung direkt aus dem Leben gegriffen. Die herzergeifende Freundschaft zwischen einem Mädchen und einem Kieferorthopäden sowie dessen Praktikantin, die heimliche Heldin des Märchens. Shiiiiines briiiiiight~

8:30

Eine unmenschlich frühe Zeit angesichts meiner Ferien. Dass ich am Abend zuvor in den Genuss kam und meine Erdbeerwoche begann, hatte mir zu meiner Erleichterung eine gute Nachtruhe beschehrt. Was würde ich armer Tropf nur ohne zwei Stunden Schlaf und Schmerzen anstellen? Ganz sicher wäre ich glücklich und deutlich zufriedener aufgestanden, aber hey, wenn es so oft passiert, würde man nur nostalgisch werden, wenn es eines Tages dann plötzlich nie wieder anfängt. Nicht. Wann habe ich endlich meine motherfucking Wechseljahre? Ich fordere sie frühzeitig ein!

Nun, es bringt einem schlecht etwas, sich über die Gaben der Mutter Natur zu ärgern. Im Übrigen hasse ich Natur. Ich hasse Sonne, Wind, eine Unzahl an Tieren und alles was grün ist. Damit erarbeite ich mir in solch schweren Zeiten innere Ruhe. Jedenfalls kämpfte ich mich aus dem Bett, wankte halbtot ins Bad und hatte ersteinmal mit meinem Ponie zu kämpfen, den ich mir vor drei Tagen selbst geschnitten hatte und etwas schief geworden war. Aber es musste sein, ich konnte nichts mehr sehen. Und nein, ich übertreibe nicht. Vierzig Minuten später war ich sogar schnell fertig. Frühstück blieb zwar auf der Strecke, aber fünf Minuten Zähne putzen waren noch drin. Und ab ging die wilde Fahrt. Ohne MP3-Player würde ich heute nicht mehr hier sitzen und diesen Eintrag verfassen können. Bedankt euch bei ihm. Denn ich weiß nicht, worum es ging, aber scheinbar hatten sich mein Vater und mein Bruder wegen irgendetwas gestritten, das mich nur mit 3,5 Promille interessiert hätte. Dreißig Minuten Autofahrt. Denkt euch euren Teil.

10:03

Der Termin ist um zehn, die paar Minuten werden uns aber schon nicht in den Arsch treten. Richtig, uns. Den Termin hatte ich zeitgenau mit dem meines Bruders. Starkes Familienbündnis oder aber auch ein Schlag in die Fresse. Absender: Karma.  Nachdem ich der netten Sprechstundenhilfe meine Krankenkassenkarte vorgezeigt hatte und sie es in ihr Wunderwerk der Technik steckte, durften wir uns nochmal ins Wartezimmer setzen. Es war leer. Das ist der schönste Anblick, welcher ein Wartezimmer zu bieten hat. Ich hatte gleich das Gefühl, dass ich hier schnell wieder raus sein würde. Gott, was bin ich naiv. Merkt euch, liebe Kinder, immer schön negativ denken, dann ist das Glück auf eurer Seite. Optimisten verpassen sich allerdings im Leben selbst eine Breitseite. Gleich nach uns traten noch ein Sohn und Mutter-Gespann zu uns dazu. Und gleich danach wurden zwei Namen aufgerufen.

Justin-Jerome bitte.

Jannik bitte.

Und was ist mit der herzigen Ungesalzen? Nun, gut, ich konnte es verkraften, man kommt ja seltsamerweise sowieso nie um die Zeit dran, in dieser man den Termin hat. Wieso musste ich mich nochmal so abhetzen? Ach ja. Damit wir nicht zu spät kommen. Ich streckte meine müden, geschundenen Glieder und genoss es, nun vollens im Wartezimmer allein zu sein. Blieb nur nicht lange der Fall. Scheinbar hatten sich ein paar Leute in der Toilette oder im oberen Flur versteckt. Denn so schnell, wie der Raum plötzlich voll war, das war nicht normal. Ich betrachtete noch wohlwollend die Menschenmenge. Ich war als Erster dagewesen. Und meinen Termin hatte ich vor acht Minuten. Ich würde definitiv gewinnen. Nun, hier habe ich das Ergebnis, denn ich habe mitgeschrieben:

Anna-Sophie bitte.

René bitte.

Niklas bitte.

Doreen bitte.

Jan-Ole bitte.

Lars bitte.

Nun war es mittlerweile fast 11:00 Uhr. Meines Optimismus beraubt war ich nur noch ein Schatten meiner selbst. Ein keimender Sack Kartoffeln, der plump auf einem Holzstuhl mit orangenen Polzer platziert war. Mein Bruder war schon vor einer halben Stunde rausgekommen und hatte sich ins Auto gesetzt. Mein Vater saß bei mir und versuchte, kein Kameradenschwein zu sein. Nun, hundert Punkte. Hätte mich jemand nicht wach gehalten wäre ich vermutlich krepiert. Vor Langeweile. Oder vor Schockstarre. Dieses Poster mit dem apathisch grinsenden Mädchen hatte mich schon ganz in seinen Bann des Horrors gezogen.

Ungesalzen bitte.

Nun, es war vielleicht nicht Ungesalzen, aber Eigenzensur tut gut, wenn dein eigentlicher Name ein Fall für die Biotonne ist. Mit einem Grinsen des Triumphs schritt ich stolz zum Behandlungsraum, wo mich die sonst eigentlich depressive wie ebenso aggressive Praktikantin zu meinem Platz wies. Sie hatte scheinbar einen guten Tag. Man hätte sie mal ins Wartezimmer setzen sollen. Nach einem ereignislosen Gespräch:

Ungesalzen: "Wird es weh tun? Werde ich leiden? Wird man mich wieder damit abspeisen, dass ich gar nichts davon merken werde?"

Le Praktikantin: "Aber nein, du wirst kaum bemerken, dass es überhaupt da ist. Es wird nur an die Zähne geklebt um Halt zu geben. Da drückt nichts."

Da bin ich aber beruhigt. Sagte man mir übrigens auch, als ich damals meine Zahnspange reinbekam. Ich war zwei Wochen krankgeschrieben weil ich eine jammernde Mimose bin. Wer sich fragt, weshalb ich überhaupt da war, bekommt jetzt eine Antwort. Nun, wie bereits erwähnt, trug ich mal eine Zahnspange, jetzt aber eben nichtmehr. Jedoch hatte ich eine Lose bekommen, die ich nicht nicht, nicht, nicht und nie in meinem ganzen fucking Leben!!1!1 ordentlich trug, da ich nach kurzer Zeit große Schmerzen in meinem Zahnfleisch empfand. Ich bin empfindlich und zartbeseitet, müsst ihr wissen. Deswegen bekam ich hinter die untere Zahnreihe einen Draht geklebt. Dafür schliff (?) sie mir zuerst die Zähne und dann wurde mir mit Luft eine Sandähnliche Substanz gegen die Zähne gesprüht. Oder auch echter Sand. Sie meinte nein, ich meinte ja. Furchtbares Gefühl. Als würde man bei Sandsturm tief Luft holen. Und es knisterte zwischen den Zähnen. Wie erfreulich. Das Kleben verlief, wie es das immer tat. Hatte es ja oft genug erlebt, als ich noch Gepeinigte unter einer festen Spange war. Warum ich die Augen zumachen muss, wenn sie mit der Blaulicht-Aparatur kommt, ist mir nachwievor ein Rätsel. So ist es doch von Arzt und Praktikantin unterschiedlich. Einigen ist es ja egal, ob nun auf oder zu. Wie herzig. Verliere ich dadurch mein Augenlicht? Wächst mir ein drittes Auge? Scannt es meine Gehirnströme? Wer weiß, aber bestimmt nichts negatives. Also wirklich, wie abwääääähgiiig~

Als die Prozedur überstanden war, war ich überrascht. Sie hatte Recht gehabt. Es drückte nichts und war eigentlich recht angenehm zu tragen. Sicher, es ist etwas ungewohnt, es im Mund zu haben, weil man immer mit der Zunge gegen kommt und Essen irgendwie auch, aber hey, es hätte mich schlimmer treffen können. Dass ich beim Ausspülen Teile meines Zahnfleisches und Unmengen an Blut ausspuckte, war auch überraschend. Denn gemerkt hatte ich nichts. Wo ich aber dachte, dass mein Zahnfleisch endlich gestählt ist, darf ich mir sowas ansehen. Klare Selbstüberschätzung.

Der eigentliche Arzt kam dann auch nochmal dazu, schaute mit in meine misshandelte Gusche und redete davon, mir den Aufsatz meiner oberen Spange abnehmen zu können, damit es angenehmer zu tragen ist. Ich trage die gar nicht, du Nulpe! Und du bemerkst es nicht, denn alles ist gut und gerade und prima! Mahahahaha!  Ich hatte die Spange nicht mit, sagte aber, dass ich sie nächstes Mal mitnehmen würde. Wenn ich sie nicht ganz ausversehn vergesse. Schon wieder.

Da ich im Besitz eines Gutscheins war konnte ich mir sogar noch zwei Manga holen.

Servamp Band 4

My little Monster Band 1

Von Magi: Labyrinth of Magic hätte ich zu gern noch Band 4 mitgehen lassen, aber leider reichte der Gutschein dafür nicht mehr. Und da ich am sparen bin, wird kein eigenes Geld ausgegeben. Nada.  Nicht, so lange keine ausziehbare Placido-Figur auf den Markt kommt. Würde mich auch mit einem Plüschie begnügen. Oder einem PlacidoxSherry Hentai. Baaah~, gibs natürlich aber nicht. Ich bin ja soooo gezeichnet.

 

Auf bald!

Ungesalzen

 

Immer schön dreimal am Tag die Zähne putzen, lieber Blogleser, sonst besucht euch nachts dieser nette Herr hier.


23.4.14 15:29


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